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Bildung für nachhaltige Entwicklung

„Bildung für nachhaltige Entwicklung macht Menschen fit für die Zukunft. Sie vermittelt Werte, Wissen und Kompetenzen, die der Einzelne benötigt, um sein Umfeld aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten. So soll der Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung gelegt werden. Nachhaltige Entwicklung orientiert sich an folgenden Werten: Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit, Toleranz, Armutsminderung, Schutz der Umwelt, Bewahrung der natürlichen Ressourcen sowie gerechte und friedliche Gesellschaften. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Wissen über globale Probleme wie den Klimawandel oder Armut. Sie erläutert außerdem die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen dieser Herausforderungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Besonders wichtig dazu ist Gestaltungskompetenz. Sie umfasst zum Beispiel Fähigkeiten wie vorausschauendes Denken oder Teamfähigkeit.“
http://www.unesco.de/bne_ziele.html

Die GGS Im Brömm entwickelt erste Schritte zu einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und orientiert sich damit auf die von den Vereinten Nationen angestoßenen Prozesse der Bildungsdekade und ihrer Nachfolgeprogramme. Die Schulleitung der GGS Im Brömm hat zusammen mit der Schulleitung der Pfefferackerschule und dem aGEnda21-Büro die Projektgruppe „Grundschulen der Zukunft“ ins Leben gerufen. Darin arbeiten mittlerweile auch das Kolleg21 und das Quartiersprojekt Scholven der Caritas mit.
Beschlossen auf der Schulkonferenz vom 22.01.2015

Als erste Projekte auf diesem Weg haben wir folgende Projekte begonnen:
  • Waldwärts in der Hülser Heide (alle Klassen) in Kooperation mit aGEnda21 und dem Waldpädagogen Michael Godau
  • Erlebnisgarten Scholven an der ehemaligen Hauptschule an der Mehringstraße (eine 3. Klasse bis ins 4. Schuljahr) in Kooperation mit der Städtischen Kindertagesstätte an der Mehringstraße, mit dem Kurt-Schumacher-Haus an der Mehringstraße, mit dem Bauverein Die Falken, mit Frau Lauterbach (ehemalige Lehrerin der Hauptschule an der Mehringstraße), mit dem Familienzentrum der GGS Im Brömm
  • Garten-AG (eine Gruppe der OGS im Brömm) in Zusammenarbeit mit Bewohnern des Haus Horizont (Sozialwerk St. Georg) an der Feldhauser Straße
  •  Sozialraum Scholven entdecken (eine vierte Klasse) in Zusammenarbeit mit dem Quartiersprojekt der Caritas in Scholven.

Aus der Projektgruppe "Grundschulen der Zukunft" ist folgender Film entstanden.

Gemeinsame Gelsenkirchener Erklärung:

Lernende Stadt - Zukunft gestalten durch Bildung und Partizipation

Zur Bewältigung der großen globalen und kommunalen Herausforderungen brauchen wir langfristige Entwicklungsstrategien, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit ausrichten. Um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, bedarf es aber auch der Menschen vor Ort, die aktiv an der Entwicklung dieser Strategien mitwirken, sie mittragen, umsetzen, mit Leben füllen und weiter denken. Unverzichtbar für eine nachhaltige (Stadt-)Entwicklung ist deshalb die Bereitschaft und Befähigung der Menschen, die Zukunft unserer Stadt verantwortlich mit zu gestalten.

Wir setzen deshalb auf „Zukunftsbildung“, die Verbindung von inklusiver, chancengerechter und qualitativ hochwertiger Bildung mit der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Hierbei stellen wir den Kompetenzerwerb in den Mittelpunkt. Denn durch den Erwerb von Lernkompetenzen sind wir auf alle möglichen „Zukünfte“ bestens vorbereitet. Und mit Gestaltungskompetenzen können wir die gewünschte Zukunft schaffen. Deshalb steht für uns die Verbesserung der Lern- und Gestaltungsbedingungen in allen Bereichen an erster Stelle - zur Bewahrung und Freisetzung von Lern- und Gestaltungsfreude für die Menschen dieser Stadt.

Partizipation ist hierbei der Weg und das Ziel. Denn die praktische Mitgestaltung des städti-schen Lebens bereichert dieses nicht nur, sondern ist ein wichtiges Instrument zum Erwerb der Lern- und Gestaltungskompetenzen (Learning by doing), welche die Menschen in Gelsenkirchen zur selbstbestimmten Lebensführung und zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe befähigen und positive, motivierende Zukunftserwartungen vermitteln.

So sind Bildung und Partizipation der entscheidenden Schlüssel für die eigene Zukunft, für die lokale und globale Zukunftsfähigkeit. Erste Schritte sind bereits getan: Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung haben gemeinsam Handlungsfelder für die Lernende Stadt identifi-ziert. Wir wollen:

  • Verankerung von Zukunftsbildung in allen kommunalen Zugriffsbereichen;
  • Verbesserung schulischer und außerschulischer Bildung durch eine engere Verknüpfung;
  • Stärkung von (außerschulischen) Bildungs- und Lernorten;
  • Ermöglichung des lebenslangen Lernens; Verbesserung der Übergänge zwischen den Systemen;
  • Lernen durch neue Medien;
  • Ausbau des Erfahrungs- und Kompetenztransfer zwischen den Generationen und Kulturen;
  • Stärkung der Stadtteile, Quartiere und Netzwerke;
  • Nutzung von Forschung und Wissenschaft für die Lernende Stadt;
  • Ermöglichung des Lernens mit und durch Partizipation.

Hierbei können wir an bisherige Erfolge anknüpfen. So gibt es bereits viele Netzwerke und Initiativen nicht nur im Bildungsbereich und gute Erfahrungen mit partizipativer Erstellung von städtischen Konzepten, wie z.B. bei Inklusions- und Integrationskonzepten oder auch durch Stadtteilkonferenzen. Hier ist bereits eine Kultur der Zusammenarbeit entstanden. Auszeichnungen als UN-Dekadenstadt und mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis haben uns auf unserem Weg bestätigt.

Mit dem Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“ besteht nun die Chance, die guten vorhande-nen Ansätze - systematisch und wissenschaftlich begleitet - in ein Konzept für nachhaltige Veränderung der Zukunftsgestaltung unserer Stadt zu überführen.

Wir werden bei der Gestaltung einer l(i)ebenswerten Zukunft mitwirken und die Zukunft unserer Stadt durch Bildung und Partizipation gestalten. Und wir laden alle Bürgerinnen und Bürger zur Mitwirkung ein!

Unter anderen getragen durch:

AWO Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop - Bündnis 90 die Grünen - Caritas Gelsenkirchen - CDU – DGB - Deutsches Rotes Kreuz - Deutsch-Türkischer Freundeskreis - Diakoniewerk Gel-senkirchen und Wattenscheid - Gemeindeverband der Kath. Kirchengemeinden GE - SJD - die Falken UB Gelsenkirchen – Ev. Kirche Gelsenkirchen und Wattenscheid – FDP – Gelsensport - Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit - Integrationsrat Stadt Gelsenkirchen - Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen - Jugendring Gelsenkirchen - Katholische Arbeitnehmerbe-wegung Kolping Gelsenkirchen - Der Paritätische Gelsenkirchen - Polizei Gelsenkirchen - SPD Gelsenkirchen - Stadt Gelsenkirchen

Die Schulkonferenz der GGS Im Brömm unterstützt diese Erklärung mit Beschluss vom 01.06.2016